VN:F [1.9.10_1130]
Rating: 0.0/10 (0 votes cast)
Deutschland ganz unten, Deutschland ganz oben — und mittendrin: Stuckrad-Barre, mit Stift, Papier und Kamera. Im Jahr 2001 brachte er »Deutsches Theater« heraus, den »Fotoroman einer Gesellschaft, die nur in der Öffentlichkeit und im Rollenspiel noch zu sich selbst zu kommen vermag« (FAZ). Nun erscheint die Fortsetzung: Reportagen, Porträts, Erzählungen, Mono- und Dialoge — ein Sittengemälde unserer Zeit. Wahlkampf, Streik, Demonstrationen, Konsum, Fußball, Kino, Theater, Musik, Literatur, Mode, Stadtleben, Überlandfahrten. Politik, Kultur, Gesellschaft. Mit seinem Verfahren der teilnehmenden Beobachtung findet Stuckrad-Barre Momente der Wahrheit inmitten von Vorgängen, die genau diese verschleiern sollen. Dabei wechselt sein Blick permanent zwischen außen und innen, so dass nicht nur Erkenntnis über all die anderen Menschen, sondern auch über ihn, den Zuschauer, aufblitzt. Und so entsteht aus vielen Einzelbeobachtungen ein deutscher Klappaltar, aus vielen Texten eine Großerzählung, archäologisch blicken wir auf unsere Gegenwart: Das sind die Fragen, Personen und Orte, die uns bewegen — das sind die Bedingungen, unter denen wir leben. © Kiepenheuer & Witsch Verlag *Lesung in voller Länge auf www.zehnSeiten.de*
Video Rating: 5 / 5

Ausschnitte aus Knopfkino – improvisierte tagtraumgeschichten – live in Essen ,diesmal in der Besetzung Mehrdad Zaeri (Zeichnung und Illustration) und Enno Kalisch (Geschichten, Lieder, Lyrik) Vielen Dank an die lieben Leute von der Unibibliothek Essen, die Heinrich-Heine-Buchhandlung in Essen und wie immer: die Büchergilde Gutenberg! Projizierte Livezeichnung trifft auf Wort, Musik und Szene. Im unangestrengten Bruch mit Sehgewohnheiten und als spielerisch leichter Grenzgang zwischen Theater und Lesung entstehen aus Illustrationen, Musik, Texten und Szenen improvisierte Geschichten. Mit viel Raum für die Fantasie der Zuschauer verdichtet sich jeder Abend zu einem einmaligen und originellen Ganzen. Worte und weitere Impulse aus dem Publikum werden so eingebaut, wie es sich aus dem Kontakt mit den Zuschauern zwanglos ergibt. Hierin hebt sich die Arbeitweise der drei Künstler erfrischend von animatorischer Unterhaltungsimpro ab, bleibt aber leicht und unprätentiös.