Zerstört: Thriller – Karin Slaughter
Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Freundin von Lena Adams weiß nicht, was mit ihr geschehen ist. Alles nimmt sie nur noch sehr verschwommen war, sprechen kann sie auch nicht mehr. Aber sie begreift, dass sie mit Lena und einem Mann, den sie trotz Skimütze an seiner Stimme und den kalten Augen erkennt, in einem Auto durch die Landschaft fährt. Aber sie wird nicht mehr dazu kommen, ihr Wissen jemand Drittem mitzuteilen. Denn die Freundin von Lena Adams steigt ein bekannter Geruch in die… More >>


March 4th, 2010 at 8:32 pm
Karin Slaughters Grant-County-Reihe um Jeffrey Tolliver, Sara Linton und Lena Adams hat mittlerweile eine treue Fan-Gemeinde und jeder neue Thriller wird sehnsüchtig herbeigefiebert.
Lena Adams reist überstürzt in ihren Heimatort in den Sümpfen Georgias, die Angst um ihren drogenabhängigen Onkel Hank triebt sie zurück. Sie wird Zeugin eines grausamen Todes, schweigt sich jedoch der lokalen Polizei beharrlich darüber aus und wird inhaftiert. Jeffrey Tolliver und Sara Linton machen sich auf den Weg, um die sture und labile Kollegin wieder einmal raus zu pauken.
Was sie vorfinden, führt sie weit zurück in Lenas Vergangenheit und in gefährliche Machenschaften des kleinen Ortes. Doch hätten sie besser nicht an den dortigen Verhältnissen gerührt, sie treten eine Spirale der Gewalt los, die immer weitere und grausamere Kreise zieht.
Karin Slaughter lässt ihre Akteure in diesem Grant-County-Thriller viel in ihrer Vergangenheit rühren. Sara stellt sich nach einem Kunstfehler als Ärztin in Frage, mit ihrer Beziehung zu Jeffrey steht es auch mal wieder nicht zum allerbesten und Lena reist in ihren Geburtsort und versucht, einigen essentiellen Fragen ihrer Kindheit auf den Grund zu gehen. Auch ihre schmerzvolle Beziehung zu dem Skinhead Ethan Green lässt sie nicht zur Ruhe kommen. Eine düstere und unheilvolle Stimmung hängt über dem Buch,, heitert sich auch bis zu den letzten Seiten nicht auf. Viele Geschehnisse aus vorangegangenen Büchern finden finden hier ihren Platz, nehmen so der neuen Geschichte leider immer wieder viel Schwung. Erst mit der Hälfte des Buches findet die Autorin zu ihrer gewohnten Dynamik, die Story gewinnt an Fahrt und wird spannender. Dennoch bleibt der Plot um Lenas Vergangenheit verbunden mit den Drogen-Machenschaften einer Skinhead-Clique des Ortes ein wenig dünn, um Jeffrey Tollivers hartnäckiges Engagement zu erklären. Sara ist mental ziemlich angeschlagen und bleibt die Geschichte hindurch relativ blass.
Vielmehr scheint Karin Slaughter den Fokus darauf zu legen, die Gefühlswelt und Vergangenheit ihrer Protagonisten weiter zu entfalten. Leider glückt das nur zum Teil, konzentriert sich die Autorin dabei auf zu wenige Facetten der jeweiligen Personen. Da wurde in anderen Folgen schon mehr und differenzierter offen gelegt.
Wie stets versöhnt ein furioses Ende für die eine oder andere Länge. Ein Ende, welches reichlich unerwartet und abrupt kommt und auf die Fortsetzung hoffen lässt. Ich bitte inständig, den im Nachwort aufgeführten Link erst nach Beendigung des Buches zu lesen.
Ein guter und spannender Grant-County-Thriller, vielleicht nicht der Beste, doch gerade für Lena-Adams-Fans voller interessanter Informationen.
Rating: 4 / 5
March 4th, 2010 at 9:08 pm
Die Polizistin Lena Adams ist die einzige Zeugin eines grausamen Mordes – und zugleich die einzige Verdächtige. Chief Jeffrey Tolliver lässt alles stehen und liegen, um seiner gefährlich labilen Kollegin zu helfen. Wieder einmal. Dabei hätte Sara Linton, seine Frau, selbst gerade jede Unterstützung bitter nötig. Als ein weiterer Mord geschieht, wird klar, dass ein skrupelloser Drogenhändlerring auf brutalste Weise lästige Zeugen beseitigt. Doch was hat Lena mit all dem zu tun? Zieht etwa ihr inhaftierter Exfreund Ethan Green sie erneut in den Abgrund? Seine Verbindungen reichen weit aus dem Gefängnis heraus – und weiter in ihr eigenes Leben hinein, als Sara und Jeffrey es sich in ihren schlimmsten Alpträumen vorstellen können…
Schon der Einstieg in diesen neuen Thriller um das Paar Sara Linton und Jeffrey Tolliver beginnt mit einem grausigen Mord, und zeigt, dass dieses Buch nichts für schwache Nerven ist. Lena Adams ist direkt dabei, als ein Mensch auf schlimmste Art und Weise getötet wird. Lange lässt Slaughter die Leser im Unklaren, welche Rolle Lena in diesem Mordfall spielt.
Jeffrey und Sara sind in die kleine schäbige Stadt gekommen, um Lena zu helfen, doch die ist auf der Flucht vor der Polizei, die sie als Zeugin und Verdächtige vernehmen will. Irgendetwas ist merkwürdig in diesem Ort. Bestechung und Korruption sind in dieser Stadt ebenso an der Tagesordnung, wie Lügen und Gewalt und so ist auch schon bald das Leben aller in Gefahr, die sich zu sehr für den Mordfall interessieren.
Die Autorin schafft eine düstere Stimmung, und sorgt für latent vorhandene Spannung, ihr gelingt es glaubhaft, eine gewisse Trostlosigkeit zu erzeugen, die das gesamte Buch über anhält. Abgesehen von vielen Rückblicken in die Kindheit von Lena, die im Laufe der Zeit immer mehr über ihre Vergangenheit erfährt, wird sehr viel auf die Beziehung zwischen Jeffrey und Sara eingegangen. Mir persönlich war das etwas zuviel, zu langatmig und zu deprimierend aber das ist sicherlich Geschmackssache.
Mein Fazit: Ein spannender und gut geschriebener Thriller, der mich aufgrund seiner Langatmigkeit aber nicht völlig überzeugen konnte. Für Slaughter-Fans allerdings ein Muss.
Noch ein kleiner Tipp – Dies ist ein Buch bei dem man auf gar keinen Fall mal eben auf die letzten Seiten vorblättern sollte, sonst ist der Lesespaß “zerstört”…
Rating: 3 / 5
March 4th, 2010 at 10:20 pm
Ich bin ein absoluter Fan der Grant-County-Reihe und habe bisher alle Romane mit Begeisterung verschlungen. Bei diesem Buch war es etwas anders. Zäh zogen sich die Kapitel dahin. Unnötige Zeitsprünge in der Handlung erschwerten den Lesefluss. Erst zum Schluss nimmt die Handlung an Spannung auf und das Finale ist dann wirklich an Dramatik nicht mehr zu überbieten. Es werden dann auch viele Erklärungen geliefert und man erfährt äußerst interessantes über die Vergangenheit der Hauptfiguren Hank und Lena. Sehr zu bemängeln ist allerdings, dass die Handlungsweisen von Hank und Lena in “Zerstört” völlig unlogisch und an den Haaren herbeigezogen sind. Das Romanende ist dann ein Schlag ins Gesicht aller Fans dieser Romanreihe, da hilft auch der Brief der Autorin auf Ihrer Homepage nichts, auf den in der Danksagung verwiesen wird.
Trotz der genannten Mängel ist das Buch für Fans der Reihe natürlich Pflichtlektüre. Leser, die bisher noch keinen Roman um Sara, Jeffrey und Konsorten kennen, sollten die Bände der Reihe nach lesen. “Zerstört” ist jedenfalls nicht als Einstieg zu empfehlen, da es Vorwissen über die handelnden Personen voraussetzt und sozusagen den vorläufigen Abschluss der Reihe darstellt.
Rating: 3 / 5
March 5th, 2010 at 12:50 am
Als ich die verschiedenen Bewertungen hier auf amazon überflogen habe, dachte ich mir “es gibt genau 2 Lager von alten Fans: entweder die Enttäuschten oder die noch immer Begeisterten”. Die enttäuschten Fans geben 1 bis 3 Sterne, zählt man die 5+4 Strene und die 1-3 Sterne zusammen, dann steht es gerade 26:11 für die Begeisterten.
Nun ich selbst gehöre – dann zu der Minderheit – zu den enttäuschten Fans. Auf die Reihe mit Jeff und Sara bin ich erst zufällig mit Gottlos” gestoßen, habe mich dann schön der Reihenfolge nach von Belladonna bis Zerstört” durchgelesen, Zerstört” so gar vorbestellt.
Aber der Titel Zerstört” passt, meine Begeisterung wurde dadurch ebenfalls zerstört. Das Buch ist ziemlich zäh, stellerweise langweilig, normalerweise lese ich so was an max. einem Wochenende durch, jetzt habe ich über 2 Wochen gebraucht. Der Funke sprang nicht über, Spannung baute sich nur sehr langsam auf… und die Selbstzweifel der guten Sara gingen mir ziemlich auf den Keks”. Back to the roots: Frauen sind nur mit Mann lebensfähig oder was sollte das???!.
Das Ende habe ich als idiotisch, völlig aus der Luft gegriffen, empfunden. Da half auch nicht der Brief der Autorin aus dem gutem WWW und auch nicht das Zusatzkapitel, welches wohl nur auf Englisch zur Verfügung steht (=> na die Übersetzung lohnt auch nicht).
Das Motto Never change a running team” wäre bei diesem Band ein guter Ratgeber für die Autorin gewesen.
Rating: 1 / 5
March 5th, 2010 at 1:43 am
denn hier geht es in die vergangenheit von lena.
in ihr von drogen zerstörtes zuhause. sie fährt zurück zu ihrem wieder meth nehmenden onkel hank.
karin slaughter taucht dieses mal ein in die nazi-skinhead bruderschaften, die den meth handel der region kontrollieren. man gewinnt einen einblick in die organisationsformen und verblendeten weltansichten der bruderschaften und die korruption der Rechtsstaatlichkeit.
lena ist schon einmal in den kontakt mit den nazis gekommen, durch ihre kranke beziehung zu ethan green und durch die morde in ihrer heimat und das verschwinden ihres onkels hank, muss lena sich den geistern ihrer vergangenheit stellen und besucht ethan im gefängnis.
auch die geschichte zwischen sara und jeffery geht weiter, sara plagt ein kunstfehlerprozess und beide sind gedanklich mit der gewünschten adoption beschäftigt.
durch die beiden ermittlungen von lena im alleingang und jeffery und sara im team geraten die drei immer weiter in die korruptionsmühle.
4 sterne vergebe ich, weil das buch im letzen drittel einige längen aufweist.
und ich kann auch nur davon abraten, die letzten seiten zu lesen, dann ist die komplette spannung zerstört.
in jedem fall solltet ihr die danksagung lesen und die beiden links dort aufrufen.
das kapitel “16 jahre zuvor” ist aber unter “www.karinslaugter.com” unter “faq” verlinkt und nicht unter dem im buch angegebenen link, hier ist der link “http://www.karinslaughter.com/faq.shtml” das kapitel findet ihr unter punkt 1. “bonus chapter”
Rating: 4 / 5